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Obwohl US Präsident Ronald Reagan dagegen war, stellte
der US Congress ein Gesetz namens Boland Amendment auf, das jegliche Hilfe
für die Contras seitens einer US Staatsbehörde verbietet (von Dezember
83-September 85). Das Boland Amendment deckte das NSC jedoch nicht ab und so
konnte es die Staatsverwaltung Reagans umgehen. National Security Advisers
Robert McFarlane und John Poindexter konnten durch das NSC noch einiges an Geld
aufbringen, dieses Unternehmen wurde von Lieutenant Colonel Oliver North
überwacht. North und McFarlane waren es auch, die Waffen in den Iran
brachten trotz des US Waffen Embargos.
Die Rolle des CIA:
Der damalige CIA Director William Casey unterstützte
Reagan und seine Contra Politik, allerdings mußten die Contralieferungen
geheim bleiben. Casey beauftragte Oliver North und Richard Secord zum
Waffenschmuggel und zur weiteren Unterstützung der Contras. Außerdem
wurden durch die Hilfe des CIA Drogen von Latein Amerika in die USA geschmuggelt
und erhielten für das Liefern von Waffen und finanzieller
Unterstützung Kokain (drugs-for-guns arrangement). Die Fluggesellschaft
die man dafür benutzte wurde Southern Air Transport (S.A.T.) genannt.
Für die Abwicklung dieses Deals verwendete man stets Landebahnen in Costa
Rica, nahe der nördlichen Grenze zu Nicaragua, die nicht kontrolliert
wurden (veraltete Radargeräte etc.). Auch Honduras und Guatemala wurden in
die Unterstützung der Contras durch die USA miteingebunden. Honduras
stellte den Contras Stützpunkte zur Verfügung um von dort aus gegen
die Sandinistas vorgehen zu können. Honduras hat auch unter dem
Einfluß des CIA die illegal gelieferten Waffen reingewaschen und an die
Contras weitergegeben. Als im Oktober 1986 ein Flugzeug des CIA nach Nicaragua
fliegen wollte um die üblichen Geschäfte abzuwickeln, wurde es von
Soldaten der Nicaragua Regierung abgeschossen. Der einzige überlebende,
Eugene Hasenfus, wurde gefangen genommen und gestand im Auftrag der CIA
gehandelt zu haben.
Ungefähr zur selben Zeit, im November 1986, berichtete
eine libanesische Zeitung etwas von Waffengeschäften zwischen den USA und
dem Iran. Daraufhin mußte die Staatsverwaltung unter Reagan die
Lieferungen einstellen. Noch im gleichen Monat kündigte Poindexter, North
wurde entlassen. Staatsanwalt Lawrence E. Walsh wurde beauftragt, die
Affäre zu untersuchen, der dann auch Klage gegen die meisten Hauptakteure
erhob.
Die Untersuchungen ergaben, daß sowohl Präsident
Reagan als auch Vize Präsident George Bush vom Waffenhandel mit dem Iran
wußten. Auch CIA Director William Casey, Lt. Col. Oliver North und die
National Security Advisers Robert McFarlane und John Poindexter wußten
davon.
North beauftragte Carl Channell und Richard Miller, von
reichen Amerikanern Millionen einzutreiben mit Hilfe eines illegalen
Steuerfreiheitsprogrammes. Dieses Geld wurde in Schweizer Bankkonten von
Richard Secord und Albert Hakim gewaschen (über $47 Mio., Lake Resources
Inc.). Außerdem versuchten die Amerikaner Taiwan, Südkorea und Saudi
Arabien für die Unterstützung der Contras zu
gewinnen.
Reagan wollte ursprünglich das Weiterleiten der Gelder
an Nicaragua zulassen obwohl es illegal war, Poindexter brachte die
Geschäfte in Gange, im Glauben daß keinerlei Gesetz verletzt wurde.
Auch North behauptete, er habe nichts von einer Gesetzeswidrigkeit
gewußt.
Nach dem Abschuß des CIA Flugzeuges leugneten CIA
Mitglieder Clair George, Alan Fiers ,Jr., und Duane Clarridge einen Zusammenhang
mit Contra Unterstützungen.
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